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Telemedizin als Lebensretter

Quelle: berliner-zeitung.de – Telemedizin kann Leben retten. Als Ergänzung des medizinischen Versorgungsalltags, besonders in Krankenhäusern, sorgen telemedizinische Anwendungen beispielsweise dafür, dass Kommunikation zwischen Fachärzten sektorenübergreifend dem Patienten zugute kommt. Es gibt zahlreiche innovative und zukunftsfähige Telemedizinprojekte, die derzeit bundesweit erprobt werden. Beim 9. Nationalen Fachkongress Telemedizin am 3. und 4. Dezember 2018 präsentierten sich einige davon den Teilnehmern. 

Eines der dort vorgestellten Projekte ist TELnet@NRW: Ziel des Projekts ist der Aufbau eines telemedizinischen Netzwerks, das in den überlebenswichtigen Bereichen Infektiologie und Intensivmedizin Haus-, Krankenhaus- und Fachärzte miteinander verbindet. Bei TELnet@NRW nehmen als Kooperationspartner neben den Unikliniken aus Aachen und Münster 17 Krankenhäuser aus den Regionen Aachen und Münster, die Techniker Krankenkasse sowie die Ärztenetzwerke „Gesundheitsnetz Köln-Süd (GKS)“ und „MuM – Medizin und Mehr“ an dem Projekt teil. Unterstützt wird TELnet@NRW durch Kooperationspartnerschaften mit der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen, der Ärztekammern Nordrhein und Westfalen-Lippe sowie allen gesetzlichen Krankenkassen in Nordrhein-Westfalen. Wissenschaftlich begleitet und evaluiert wird das Projekt von der Universität Bielefeld und der ZTG Zentrum für Telematik und Telemedizin GmbH in Bochum. 

„Es gibt in Deutschland etwa 300 Infektiologen, die klinisch arbeiten, und 2000 Krankenhäuser – wie soll das ohne Telemedizin gehen?“, sagte Gernot Marx, Direktor der Aachener Klinik für Intensivmedizin und Vorstandsvorsitzender der DGTelemed. Er verwies darauf, dass im Telnet-Projekt die Sterblichkeit bei schwerer Blutvergiftung um rund 20 Prozent zurückging. 

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Bildquelle: UKAachen

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Datum:
31.01.2019