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Mehr Tote durch Arzneimittelwechselwirkungen als durch Verkehrsunfälle – Wie Arztinformationssysteme helfen

Koblenz, 20. Mai 2015: Patienten mit chronischen Erkrankungen sind meist auf die Einnahme von mehreren Medikamenten angewiesen. Die damit verbundenen Risiken sind ihnen oft nicht bewusst. Diversen Untersuchungen zufolge sterben deshalb jährlich rund 25.000 Menschen an unerwünschten Folgen von Medikamenten. Wie hilfreich eine Software bei der Steigerung der Patientensicherheit sein kann, zeigen nun die ersten Zwischenergebnisse des Modellprojekts Arzneimittelkonto NRW.

Gerade ältere Menschen nehmen häufig einen Cocktail aus Arzneimitteln mit unterschiedlichen Wirkstoffgruppen ein. Dadurch besteht die Gefahr, dass Arzneien die Wirkung anderer Mittel verstärken oder abschwächen. Dies kann schwerwiegende Folgen für die Gesundheit des Patienten haben. Der Arzt muss daher Wirkungen und Nebenwirkungen sämtlicher dem Patienten verordneten Medikamente beachten. Bei insgesamt fast 7.000 bekannten Wechselwirkungen ist es jedoch unmöglich, diese entscheidenden Informationen ständig im Kopf zu haben. Genau hier setzt das Konzept des Pilotprojekts Arzneimittelkonto NRW an – eine Kooperation der CompuGroup Medical Deutschland AG und des Lehrstuhls für Gesundheitsökonomie und Gesundheitsmanagement der Universität Bielefeld in Zusammenarbeit mit dem Ärztenetz Lennetz.

Alle Arzneimittelverordnungen eines teilnehmenden Patienten werden digital in einem zentralen Arzneikonto zusammengeführt. Zusätzlich können die Patienten auch ihre OTC-Präparate direkt selbst im System eingeben. Die Gesamtmedikation wird dann mit Hilfe einer Arzneimitteltherapiesicherheits-Prüfsoftware auf mögliche Risiken überprüft. Ergeben sich aus der Prüfung gesundheitliche Risiken, z. B. Kontraindikationen oder Doppelverordnungen, so werden diese dem behandelnden Arzt detailliert im Arztinformationssystem angezeigt. Der Patient erhält bei einem Risiko den Hinweis auf seinem Smartphone, seinen Hausarzt dazu zu befragen.

Insgesamt ergaben sich im Beobachtungszeitraum fast 500 AMTS-Meldungen pro Praxis und Jahr. So das Ergebnis einer ersten Zwischenevaluation des Modellverlaufs. Die Mehrheit der teilnehmenden Ärzte änderte als Reaktion auf eine solche AMTS-Meldung ihre Medikationsentscheidung. Das Resultat: Eine Mengenreduktion der verordneten Medikamente um 14 Prozent und eine Senkung der Arzneimittelkosten um 16 Prozent pro Jahr und Patient.

Mit diesen ersten Ergebnissen zum Arzneimittelkonto NRW kann eindeutig belegt werden, welchen Beitrag ein übergreifendes und umfassendes Softwaresystem zur Verbesserung der Medikationsqualität und dadurch zur Erhöhung der Patientensicherheit leisten kann. Eine hohe Akzeptanz fand das bereits im Juli 2013 gestartete Modellprojekt dabei nicht nur bei den teilnehmenden Ärzten. Insgesamt registrierten sich bisher rund 1.000 chronisch kranke Patienten für das Arzneimittelkonto NRW. Ein umfassender Abschlussbericht wird für Juli 2015 erwartet.

 

Über die CompuGroup Medical Deutschland AG

Die CompuGroup Medical Deutschland AG ist eine Tochtergesellschaft der CompuGroup Medical AG, einem weltweit führenden eHealth Unternehmen. Die CGM Deutschland richtet ihre Kerntätigkeiten auf die Konzeption und Entwicklung effizienzsteigernder Produkte, Dienstleistungen und Technologien für das gesamte deutsche Gesundheitswesen. Und dies mit großem Erfolg!
Nahezu jeder zweite Arzt in Deutschland arbeitet bereits täglich mit den sicheren Medizinischen Informations-Technologien der CGM Deutschland im perfekten Zusammenspiel mit den marktführenden Arzt- und Zahnarztinformationssystemen wie ALBIS, CGM M1 PRO, DATA VITAL, MEDISTAR, TURBOMEDCHREMASOFT und CGM Z1.
Die CompuGroup Medical Deutschland AG bietet aber auch für die Bereiche MVZ, Soziale Einrichtungen, Labore sowie Fach- und Rehakliniken perfekte Lösungen für effizientes und sicheres eHealth-Management.
Die Produkte und Dienstleistungen der CompuGroup Medical Deutschland AG stehen für intelligente und übergreifende Kommunikations- und Vernetzungslösungen und verbinden Ärzte aller Fachrichtungen, Krankenhäuser, Apotheken, soziale Einrichtungen und Kostenträger. Mit Instrumenten für eine effiziente Vertrags- und Versorgungssteuerung und Softwarelösungen zur Optimierung von Verwaltungsprozessen eröffnen sich zudem neue Wege zu erheblichen Einsparungspotenzialen.
Das gemeinsame Merkmal aller Produkte im Portfolio der CompuGroup Medical Deutschland AG ist die sektorenübergreifende, sichere und datenschutzkonforme Kommunikation. Mit unseren Technologien ist eine Vernetzung der Teilnehmer des deutschen Gesundheitswesens schon heute möglich.

 

Über die CompuGroup Medical AG

CompuGroup Medical ist eines der führenden eHealth-Unternehmen weltweit und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von über 500 Mio. Euro. Seine Softwareprodukte zur Unterstützung aller ärztlichen und organisatorischen Tätigkeiten in Arztpraxen, Apotheken, Laboren und Krankenhäusern, seine Informationsdienstleistungen für alle Beteiligten im Gesundheitswesen und seine webbasierten persönlichen Gesundheitsakten dienen einem sichereren und effizienteren Gesundheitswesen. Grundlage der CompuGroup Medical Leistungen ist die einzigartige Kundenbasis mit etwa 400.000 Ärzten, Zahnärzten, Apothekern und sonstigen Leistungserbringern in ambulanten und stationären Einrichtungen. Mit eigenen Standorten in 19 Ländern und Produkten in über 40 Ländern weltweit ist CompuGroup Medical das eHealth-Unternehmen mit einer der größten Reichweiten unter Leistungserbringern. Rund 4.200 hochqualifizierte Mitarbeiter stehen für nachhaltige Lösungen bei ständig wachsenden Anforderungen im Gesundheitswesen.



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Datum:
20.05.2015