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HIV-Therapie mit nur noch einer Pille

Fixkombination DRV/C/FTC/TAF

AIDS

Nebenwirkungen, Komorbiditäten, Schwangerschaft/Kinderwunsch oder das Bedürfnis nach einer einfacheren Therapie: Es gibt verschiedene Gründe für den Wechsel von einer antiretroviralen Therapie (ART) auf eine andere. In der EMERALD-Studie wurde der Switch auf das erste und einzige Darunavir-basierte Ein-Tabletten-Regime getestet.

„Grundsätzlich ist ein Therapiewechsel bei stabiler Suppression der Viruslast und fehlenden Resistenzen unproblematisch“, erklärte Dr. Katja Römer, Köln. Dabei sollte die neue Therapie aber ebenso wirksam sein; der Patient sollte eine gute Lebensqualität behalten und nicht mehr Toxizitäten ausgesetzt sein. Als Alternative zur Kombination aus einem geboosterten Proteasehemmer (bPI) plus Emtricitabin/Tenofovir Disopropil Fumarat (FTC/ TDF) bietet sich das Single-Tablet-Regime (STR) Darunavir/Cobicistat/Emtricitabin/Tenofovir-Alafenamid (DRV/C/FTC/TAF) an.

Untersucht wurde der Wechsel in der Phase-3-Studie EMERALD. Über 1100 Patienten mit dauerhaft supprimierter Viruslast wurden entweder weiter mit bPI plus FTC/TDF behandelt oder auf die STR-Fixkombination umgestellt. Nach 48 Wochen lag das virologische Ansprechen unter dem Darunavir-STR bei 94,9% vs. 93,7% im Vergleichsarm. Virologisches Versagen wurde bei 0,8% (STR-Darunavir) bzw. 0,2% (Kontrollgruppe) beobachtet. Die Rate schwere Nebenwirkungen betrug in beiden Gruppen 5%. Damit hat sich der Wechsel auf die einmal tägliche Einnahme bei vorbehandelten Patienten als sicher erwiesen. MB

Symposium: „Herausforderungen der HIV-Therapie“, im Rahmen des diesjährigen Kongresses für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin, Köln, 21.6.2018, Veranstalter: Janssen Darunavir/Cobicistat/Emtricitabin/Tenofovir-Alafenamid: Symtuza®

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Datum:
12.12.2018