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Risiko für erneute Geschwulst senken

Metachroner Magenkrebs

Onkologie

Forscher aus Südkorea untersuchten, ob die Eradikation von H. pylori bei frühem Magenkrebs das Risiko einer metachronen Geschwulst nach der OP senkt und die Düsenatrophie verringert.

In die Studie waren 396 Südkoreaner eingeschlossen, bei denen ein früher Schleimhauttumor ohne Ulzeration oder ein hochgradiges Adenom endoskopisch entfernt worden war, und die eine unbehandelte H.-pylori-Infektion aufwiesen. 194 Probanden erhielten sieben Tage lang 2x tgl. Amoxizillin 1000 mg, Clarithromycin 500 mg und Rabeprazol 10 mg. 202 Probanden erhielten Rabeprazol in gleicher Dosierung und Plazebo. In beiden Armen wurde Rabeprazol weitere vier Wochen gegeben, um die Heilung von Ulzerationen zu fördern. Primäre Endpunkte waren die Inzidenz von metachronem Magenkrebs und die Verbesserung der Drüsenatrophie auf der kleinen Magenkurvatur um eine Einheit am Ende des dreijährigen Follow-up.

Gegenüber Plazebo wurde das Risiko für eine erneute Geschwulst unter H.-pylori-Therapie halbiert (HR 0,50; p=0,03). Die Drüsenatrophie in der kleinen Magenkurvatur verbesserte sich bei 48,4% der Teilnehmer (vs. 15% unter Plazebo, p<0,001), und der Grad der Metaplasie in der kleinen Kurvatur verbesserte sich bei 36,6% (vs. 18,3% unter Plazebo; p<0,001). Die Behandlung der H.-pylori-Infektion verringerte die Inzidenz metachroner Adenome und das Gesamtüberleben nicht.

Die Inzidenzen der Patienten mit und ohne Infektion divergierten erst drei Jahre nach Randomisierung, was zeigt, wie wichtig ein längerer Beobachtungszeitraum zur Beurteilung einer Therapie ist. Anders als in bisherigen kleinen retrospektiven Studien waren Inzidenz gastrischer Adenome und Gesamtüberleben aber nicht signifikant verbessert. MR

Choi IJ et al.: Helicobacter pylori therapy for the prevention of metachronous gastric cancer. N Engl J Med 2018; 22; 378 (12): 1085-95

Bereitgestellt von:
Datum:
12.12.2018