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Immuntherapie plus ...?

Metastasiertes Nierenzellkarzinom

Onkologie

Die Wirksamkeit von Checkpoint-Inhibitoren in der Erstlinientherapie beim fortgeschrittenen Nierenzellkarzinom könnte durch die Kombination mit anderen zielgerichteten Substanzen möglicherweise erhöht werden, bei vergleichbar guter Verträglichkeit.

Daten einer solchen Kombination aus Atezolizumab (PD-L1-Inhibitor) und Bevacizumab (VEGF-Antikörper) stellte Prof. Susanne Krege, Essen, auf einem Symposium von Roche vor. Die Studie IMotion 151 verglich diese Kombination randomisiert mit dem Tyrosinkinasehemmer Sunitinib. Hinsichtlich des progressionsfreien Überlebens (PFS) zeigte sich ein signifikanter Vorteil der Kombination gegenüber Sunitinib (HR 0,83, 95%-KI 0,70-0,97, p=0,0219 in der Intention-to-treat-Population und HR 0,74, 95%-KI 0,57-0,96, p=0,0217) bei den PD-L1-positiven Patienten.

Hinsichtlich der Sicherheit war die Kombination mit den Einzelsubstanzen vergleichbar. Therapiebezogene Nebenwirkungen vom Grad 3 oder 4 traten bei 40% der Patienten auf, die Atezolizumab/Bevacizumab erhalten hatten und bei 54% der mit Sunitinib Behandelten. 12% der in der Kombinationsgruppe und 8% der unter Sunitinib beobachteten therapiebezogenen Nebenwirkungen führten zum Abbruch der Behandlung. Immunologische Nebenwirkungen waren unter Atezolizumab/ Bevacizumab häufiger als unter Sunitinib. Unter der Kombination gab das in 16% der Fälle Anlass für eine Kortikosteroidbehandlung. TH

Symposium: „Jeder Patient ist einzigartig – Individuelle Patientenauswahl in der Krebsimmuntherapie“, im Rahmen der 70. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Urologie, Dresden, 28.9.2018, Veranstalter: Roche Atezolizumab: Tecentriq®, Bevacizumab: Avastin®

Bereitgestellt von:
Datum:
12.12.2018