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„Fuzopunktur“ wirkt gegen Gelenkschmerz

Akupunktur mit Medikation

Sportmedizin

Die Akupunktur hat sich auch im Westen als wirksame Therapie bei diversen muskuloskelletalen Störungen etabliert. In Asien hat man das traditionelle Verfahren nun weiterentwickelt, indem man es mit Medikamenten kombiniert.

Bei der Fuzopunktur werden gezielt Wirkstoffe in die für das Gelenk relevanten Akupunkturpunkte injiziert. Auf diese Weise sollen sich die pharmakologische Wirkung der Substanzen und der Akupunktur-Effekt gegenseitig verstärken. Letzterer kommt im Übrigen zustande, indem die Akupunkturpunkte (Loci mit dichten peripheren Nervenbündeln oder neurovaskulären Komplexen) durch das Einsetzen von Nadeln stimuliert werden.

Bei der Fuzopunktur werden drei Arten von Akupunkturpunkten am Gelenk anvisiert, nämlich diejenigen an der Gelenkhöhle, an den für die artikuläre Bewegung verantwortlichen Muskeln sowie an den paraspinalen Muskeln, die die Innervierung der Gelenkhöhle beeinflussen. Eingesetzt wird die Methode in Asien u. a. bei adhäsiver Kapsulitis der Schulter, die mit einer starken Mobilitätseinschränkung einhergeht. Die Wirkung einer klassischen Kortikosteroidinjektion kann hier gesteigert werden, indem der Wirkstoff an den Akupunkturpunkten der Gelenkhöhle verabreicht wird. Die Einbringung der Nadel in die beteiligte Muskulatur hilft, das Ungleichgewicht in der Aktivierung des oberen und unteren Trapezmuskels auszugleichen. Ähnliche Effekte kann man sich bei der Therapie der chronischen Radikulopathie zunutze machen.

In Studien zeigte sich die Fuzopunktur unter Einsatz von Carbamyl-ß-Methyhlcholinchlorid (CMCC) als wirksamer als eine reguläre intramuskuläre Injektion und langanhaltender als eine intravenöse Injektion. In anderen Studien wurde durch die Injektion an Akupunkturpunkten die Wirkung von Bienengift und B-Vitaminen verstärkt. OH

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Datum:
12.12.2018