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Allergische Komponente oft übersehen

Schweres Asthma

Atemwege

Gemäß den aktuellen Leitlinien ist die Unterscheidung zwischen allergischem (IgE-vermittelten) und nicht-allergischem Asthma ausschlaggebend für die Therapiegestaltung. Gerade Patienten mit schwerem Asthma weisen mehrheitlich Sensibilisierungen auf, die mit den allergischen Standardtests allerdings häufig übersehen werden.

Auf den hohen Stellenwert einer sorgfältigen allergischen Diagnostik machte Prof. Jens Schreiber, Magdeburg, auf einer Veranstaltung von Novartis aufmerksam. So stellte man in Studien bei 58 bis über 90% aller getesteten Patienten mit schwerem Asthma, eine oder mehrere IgE-vermittelte Sensibilisierungen fest.

„Eine wirksame Therapie-Option bei schwerem IgE-Asthma ist der gegen IgE gerichtete Antikörper Omalizumab“, erklärte Schreiber und verwies dabei auf aktuelle Daten der Studie STELLAIR. In der nicht-interventionellen Studie aus dem französischen Versorgungsalltag wurden die Daten von 723 Erwachsenen und 149 Kindern mit schwerwiegendem IgE-Asthma ausgewertet. Nach zwölfmonatiger Therapie mit Omalizumab verringerte sich die Exazerbationsrate bei den erwachsenen Patienten um 58,6%, bei den Kindern sogar um 70,4%. Die Hospitalisierungsrate ging unter der Therapie um über 70% zurück. Fast die Hälfte der Patienten konnte nach Therapie mit Omalizumab die zuvor genutzten oralen Kortikosteroide vollständig absetzen, von den übrigen konnten mehr als 60% ihren Kortikosteroidbedarf im Mittel um 10 mg pro Tag senken.

Omalizumab wirkte dabei unabhängig von der Eosinophilenzahl. Auch die Reduktion der Exazerbationsrate fiel unabhängig von der Eosinophilenzahl vergleichbar stark aus. OH

Fachpressekonferenz: „Passgenaues Therapiemanagement – Im Fokus der Patienten mit COPD und schwerem Asthma“, Paris, 18.9.2018, Veranstalter: Novartis Omalizumab: Xolair®

Bereitgestellt von:
Datum:
11.12.2018