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Starke LDL-Senkung mit dualer Lipidtherapie

Hypercholesterinämie

Kardiologie

Mit der Behandlung einer bestehenden Hypercholesterinämie werden kardiovaskuläre Ereignisse gesenkt. Ist der Zielwert unter einer medikamentösen lipidsenkenden Therapie mit Statinen allein nicht erreichbar, muss die Behandlung intensiviert werden: Die zusätzliche Gabe von Ezetimib reduziert das LDL-C signifikant.

„Auch wenn jeder Patient von einer LDL-C-Senkung (LDL-C: Low-density-lipoprotein-Cholesterin) profitieren kann, ist es wichtig, Hochrisikogruppen, wie ältere, polymorbide bzw. Herzinfarktpatienten und Diabetiker, zu identifizieren und konsequent zu therapieren, um das LDL auf die empfohlenen niedrigen Zielwerte zu senken“, erklärte Prof. Eberhard Windler, Hamburg, auf einer Veranstaltung von Berlin-Chemie.

„Statine hierfür das Mittel der ersten Wahl“, ergänzte Prof. Ralf Dechend, Berlin. Wie der Praxisalltag allerdings zeigt, erreichen 80% der Behandelten nicht den von den Leitlinien empfohlenen LDL-Zielwert von <70 mg/dl. Dies liegt nach Dechends Einschätzung an den interindividuellen Unterschieden im Ansprechen und an den Nebenwirkungen von Statinen. Zudem tritt die prozentual stärkste LDL-C-Senkung mit einer niedrigen Dosis ein, während jede weitere Dosisverdoppelung lediglich eine zusätzliche Reduktion um ca. 6% des Ausgangswerts bewirkt. Deshalb empfahl Dechend die Zugabe des NPC1L1-Inhibitors Ezetimib, sollte die zielwertorientierte LDL-C-Reduktion unter der maximal tolerierten Dosis eines hochpotenten Statins nicht zu erreichen sein. Nach den Studienergebnissen von IMPROVE-IT, FOURIER und ODYSSEY resultiert eine stärkere LDL-C-Senkung auch in einer signifikanten Reduktion kardiovaskulärer Ereignisse. SR

Fachpressekonferenz: „Fettstoffwechselstörungen (Tioblis®) – Weltherztag: Wo stehen wir in der LDL-Therapie?“, Berlin, 27.9.2018, Veranstalter: Berlin-Chemie Atorvastatin/Ezetimib: Tioblis®

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Datum:
07.12.2018