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Die kardiovaskuläre Mortalität bei Typ-2-Patienten verringern

Diabetes

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Mehrere Studien der letzten Jahre haben gezeigt, dass einige Antidiabetika das hohe Sterberisiko von kardiovaskulär erkrankten Patienten mit Typ-2-Diabetes mindern können. Die entsprechenden Ergebnisse von Rezeptoragonisten des Glucagon-like- Peptide 1 (GLP1) und Hemmern des Natrium-Glucose-Cotransporters 2 (SGLT2) haben sich auch bereits in den Leitlinien niedergeschlagen.

Beispielsweise wurde in der internationalen Studie EMPA-REG-Outcome der kardiovaskuläre Einfluss des SGLT2-Hemmers Empa- gliflozin bei Typ-2-Patienten mit kardiovaskulärer Erkrankung geprüft, berichtete Prof. Silvio Inzucchi, Connecticut, USA, auf einer Veranstaltung von Boehringer Ingelheim und Lilly im Rahmen des diesjährigen Kongresses der European Association for the Study of Diabetes (EASD).

Eingeschlossen waren knapp 7000 Patienten, die zusätzlich zur Standardtherapie aus Antidiabetika und kardiovaskulären Präparaten entweder Empagliflozin oder ein Plazebo erhielten. Im Vergleich zu Letzterem sank die Gesamtmortalität innerhalb einer medianen Behandlungsdauer von 3,1 Jahren unter Empagliflozin um 32%, die kardiovaskuläre Mortalität sogar um 38% (p < 0,0001).

Hospitalisierungen wegen Herz- insuffizienz gingen unter der Zusatztherapie um 35% zurück. Die Verringerung wurde schon im ersten halben Jahr der Therapie deutlich – ein sehr schneller Effekt, wie Prof. Stefan Anker, Berlin, betonte. „Und auch einer von besonderer Bedeutung, denn die Prognose bei Herzinsuffizienz ist bescheiden: 50% der diagnostizierten Patienten sterben innerhalb von fünf Jahren“, so der Experte weiter. Bei Diabetikern ab 65 Jahren etwa ermittelte eine Studie eine Sterblichkeit von 3,7 pro 100 Patientenjahre, wenn keine Herzinsuffizienz bestand, aber von 32,7 pro 100 Patientenjahre, wenn Diabetes und Herzmuskelschwäche zusammentrafen.

In EMPA-REG erwies sich die Reduktion des Risikos für Herzinsuffizienz-bedingte Hospitalisierungen darüber hinaus als konsistent bei Patienten mit und ohne Herzinsuffizienz am Anfang der Untersuchung. Eine Analyse hat dies inzwischen für Typ-2-Patienten, die zu Studienbeginn keine Herzmuskelschwäche aufwiesen, aber ein sehr hohes Risiko dafür hatten, unterstrichen: Das Risiko dieser Patienten für eine Hospitalisierung aufgrund von Herzinsuffizienz oder für kardiovaskulären Tod fiel im Empagliflozin-Studienarm erheblich geringer als in der Plazebogruppe aus (HR 0,55; 95%- KI 0,30-1,00). HB

Symposium: „Reducing cardiovascular mortality in patients with type 2 diabetes: a new clinical mandate?“, Berlin, 1.10.2018 im Rahmen der EASD-Jahrestagung 2018, Veranstalter: Boehringer Ingelheim und Lilly Empagliflozin: Jardiance®

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Datum:
07.12.2018