News


Unterversorgung trotz wirksamer Therapie

Chronische spontane Urtikaria

Dermatologie

Obwohl mit Omalizumab eine spezifische Therapie der chronisch spontanen Urtikaria (CSU) zur Verfügung steht, ist nach wie vor ein Großteil der Patienten unter- oder fehlversorgt.

33 bis 67% der Patienten weisen Quaddeln und Angioödeme auf. Oft haben die Patienten Angst, daran zu ersticken, weshalb Angioödeme mit einer starken Einschränkung der Lebensqualität verbunden sind, wie Experten auf einer Veranstaltung von Novartis betonten.

Unabhängig davon, wie lange die CSU bestand, werden zwischen 70 und 80% der Patienten nicht ausreichend behandelt. Im Rahmen der Anamnese ist die Frage nach Medikamenten wichtig. So sind nicht-steroidale Antirheumatika häufige Auslöser. „Wir müssen nur eine minimale Diagnostik machen, z. B. die Messung des C-reaktiven Proteins und der Blutsenkungsgeschwindigkeit sowie ein Differentialblutbild”, erklärte Dr. Uwe Schwichtenberg, Bremen. Ein Allergie-Test ist dagegen nicht erforderlich. Zur Dokumentation der Krankheitsschwere hat sich der Urtikaria-Kontrolltest durchgesetzt.

Die Therapie sollte nach dem im vorigen Jahr von mehreren allergologischen Fachgesellschaften gemeinsam publizierten Therapiealgorithmus erfolgen: Die initiale Therapie besteht in der Verabreichung von H1-Antihistaminika der zweiten Generation. Wenn nach zwei bis vier Wochen keine ausreichende Kontrolle erfolgt, so sollte die Dosis auf bis das Vierfache erhöht werden. Gelingt es auch so nicht, die Symptome in den Griff zu bekommen, so sollte eine additive Therapie mit Omalizumab erfolgen, der einzigen spezifischen Therapie der CSU.

Einer aktuell vorgestellten Metaanalyse von Praxisstudien zufolge wirkt Omalizumab unter den Bedingungen der täglichen Praxis noch besser als in den Zulassungsstudien: In der Analyse sprachen 76% vollständig auf die Therapie an. Omalizumab führt zu einer raschen Linderung des Juckreizes, ist aber auch bei Angioödemen wirksam. Die Behandlung hat eine signifikante Besserung der Lebensqualität zur Folge. SK

Fachpressekonfernz: „Dermatologen im Dialog – Psoriasis und Urticaria“ München, 27.7.2018, Veranstalter: Novartis Pharma Omalizumab: Xolair®

Bereitgestellt von:
Datum:
19.09.2018