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Welche Rolle spielt die Schlafqualität?

Lumbalgie

Schmerz

Dass Schlafqualität und Rückenschmerzen miteinander zusammenhängen, ist unbestritten. Tatsächlich gehen Verbesserungen der Schlafqualität mit Verbesserungen der Rückenschmerzen einher.

Im Rahmen einer spanischen Studie füllten 461 Patienten mit Lumbalgie vor und drei Monate nach ihrer Behandlung verschiedene Fragebögen aus, u.a. auch zur Schlafqualität sowie zu Einschränkungen durch die Rückenschmerzen. Das Durchschnittsalter betrug 41 Jahre, zwei Drittel waren Frauen.

Die Mehrheit (73%) litt an subakuten leichten Rückenschmerzen (im Median vier VAS-Punkte). Zwar war die Neigung zu Depressionen und auch zu katastrophisierenden Gedanken gering, aber mit 57% gab ein Großteil der Befragten eine schlechte Schlafqualität an.

Der Ausgangswert der Schlafqualität war dabei nicht mit einer Reduktion der Rückenschmerzen nach drei Monaten assoziiert (OR 0,99; 95% KI 0,94-1,06). Wohl aber existierte eine Assoziation zwischen Verbesserungen der Schlafqualität und Rückgang der Lumbalgie (OR 4,34; 95% KI 2,21-8,51) sowie auch weniger Einschränkungen im Alltag (OR 4,60; 95% KI 2,29-9,27).

Die Autoren schließen, dass diese Parameter durch gemeinsame Faktoren beeinflusst werden oder diese widerspiegeln. Als Prädiktor für den Behandlungserfolg eignet sich die Schlafqualität jedoch nicht. BA

Kovacs FM et al. The association between sleep quality, low back pain and disability: a prospective study in routine practice. Eur J Pain 2018; 22: 114-26

Bereitgestellt von:
Datum:
19.09.2018