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Ablation wirksamer als Medikamente?

Überraschend deutlich: Therapie bei Vorhofflimmern mit Herzinsuffizienz

Kardiologie

In einer offenen, multizentrischen Studie bei Patienten mit Herzinsuffizienz und Vorhofflimmern wurde die Katheterablation mit einer alleinigen medikamentösen Therapie verglichen. Manche Experten sprechen angesichts der Ergebnisse von einem Paradigmenwechsel.

An der Studie nahmen 363 Patienten mit Herzinsuffizienz und begleitendem Vorhofflimmern teil. Die Schwere der Herzinsuffizienz entsprach den NYHA-Klassen II−IV, bei einer LVEF ≤35%. Alle Patienten waren mit einem implantierbaren Kardioverter-Defibrillator (ICD) versorgt. Das Vorhofflimmern wurde randomisiert entweder mit einer Katheterablation oder medikamentös behandelt. Primärer Endpunkt der Studie war das Eintreten von entweder Tod oder Herzinsuffizienz-bedingter Hospitalisierung.

Bis zum Ende der medianen Beobachtungszeit von 37,8 Monaten war die Häufigkeit, mit der der primäre Endpunkt eintrat, im Ablationsarm signifikant niedriger als im Pharmakotherapiearm. 13,4% der Ablationspatienten und 25% der Pharmakotherapiepatienten starben (HR 0,53; 95% KI: 0,32-0,86; p=0,01). 20,7% der Ablationsgruppe und 35,9% der Pharmakotherapiegruppe wurden wegen einer Verschlechterung ihrer Herzinsuffizienz stationär eingewiesen (HR 0,56; 95% KI: 0,37- 0,83; p=0,004). TH

Marouche NF et al. Catheter Ablation for Atrial Fibrillation with Heart Failure. N Engl J Med 2018; 378: 417-27

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Datum:
18.09.2018