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Auch bei Niereninsuffizienz und Krebs

Neues zu Rivaroxaban

Hämatologie

Direkte orale Antikoagulanzien (DOAK) sind gemäß aktuellen Leitlinien erstes Mittel der Wahl zur Schlaganfallprophylaxe bei Patienten mit nicht valvulärem Vorhofflimmern (nvVHF). Zum DOAK Rivaroxaban wurden neue Daten veröffentlicht, die neue Perspektiven für Patienten mit Krebs-assoziierter Thrombose eröffnen.

Jeder dritte Patient mit nvVHF weist auch eine chronische Nierenerkrankung (CKD) auf, wie Dr. Gunther Claus, Melsungen, auf einer Veranstaltung von Bayer Vital betonte. Dies hat laut dem Experten zugleich eine Risikoerhöhung für Blutungen und Schlaganfälle zur Folge und macht die Antikoagulation in der Praxis zu einer besonderen Herausforderung.

Ist eine Dosisreduktion wegen Niereninsuffizienz notwendig, so weist Rivaroxaban ein einfaches Dosierungsschema auf: 15 mg 1x tgl. bei einer Kreatinin-Clearance von 15 bis 49 ml/min. Andere Faktoren wie Körpergewicht oder Alter müssen (über die Kreatinin-Clearance hinaus) dabei nicht berücksichtigt werden. Eine Dosisanpassung sollte aber nur erfolgen, wenn dies tatsächlich indiziert ist, so Claus weiter.

„In der prospektiven Pilotstudie SELECT-D erwies sich Rivaroxaban zudem vergleichbar wirksam und sicher bei 406 Patienten mitaktiver Krebserkrankung und symptomatischer tiefer Venenthrombose (TVT) und/oder Lungenembolie (LE) wie das NMH Dalteparin“, ergänzte Prof. Hanno Riess, Berlin. Nach sechs Monaten war die Rate an VTE-Rezidiven unter Rivaroxaban sehr niedrig (4% vs. 11%; HR 0,43). Die Rate schwerer Blutungen betrug 6% vs. 4% (HR 1,83). CB

Fachpressekonferenz: „11. Xarelto® Presseworkshop 2018“, Berlin, 16.- 17.5.2018, Veranstalter: Bayer Vital Rivaroxaban: Xarelto®

Bereitgestellt von:
Datum:
30.08.2018