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SMARTe Einheitslösung

Schweres Asthma

Atemwege

Für gewöhnlich erfolgt die Kontrolltherapie bei schwerem Asthma mit einer Kombination aus inhalativem Kortikosteroid und lang wirkendem ß-Agonist (ICS/LABA), für die Bedarfstherapie werden kurz wirkende ß-Agonisten (SABA) eingesetzt. Einfacher und effektiver könnte es aber sein, wenn man ICS/LABA für beides verwendet.

Ein und dieselbe ICS/LABA-Kombination sowohl für die Kontroll- als auch die Bedarfstherapie einzusetzen (single maintenance and reliever therapy, SMART) wird auch von internationalen Leitlinien für das Asthma-Management empfohlen. Eine aktuelle Metaanalyse verdeutlicht die Vorteile dieser Strategie. Analysiert wurden 16 Studien, in welchen die SMART-Strategie mit der klassischen Therapie verglichen wurde (meist wurde die LABA/ ICS-Kombi Budesonid/Formoterol verwendet). Eingeschlossen waren 22 524 Asthma-Patienten ab zwölf Jahren (durchschnittliches Alter 42 Jahre) und 341 asthmatische Kinder im Alter zwischen vier und elf Jahren.

Gegenüber einer Kontrolltherapie mit ICS/ LABA in gleicher Dosierung und Bedarfstherapie mit SABA war die SMART-Strategie mit einem um 32% geringeren Risiko für Exazerbationen verbunden (absolute Risikodifferenz 6,4%). Das gleiche galt für eine höherdosierte ICS/LABA-Kontrolltherapie mit SABA (relative Risikoreduktion unter SMART 23%, absolute Risikodifferenz 2,8%). Im Vergleich zu einer Erhaltungstherapie mit ICS allein fielen die Ergebnisse ähnlich aus.

Die Ergebnisse der vier- bis elfjährigen Kinder mit Asthma waren weniger mit Daten gesichert, deuteten aber ebenfalls auf einen Vorteil der SMART-Strategie hin. OH

Sobieraj DM et al., JAMA 2018; 319(14): 1485-96

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Datum:
20.08.2018