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Migräneprophylaxe erhält EU-Zulassung

Gyn-Depesche

Seit August ist die erste spezifisch entwickelte Migräneprophylaxe Erenumab (Aimovig®) zur Behandlung von Erwachsenen mit vier oder mehr Migränetagen pro Monat zugelassen. Der monoklonale Antikörper Erenumab ­bewirkt eine bisher einzigartige Rezeptorblockade des Calcitonin Gene-Related-Peptids (CGRP), dem eine wichtige Rolle in der Migräne-Entstehung zugeschrieben wird.

Wirksamkeit und Sicherheit des Medikaments wurden in mehreren Studien mit insgesamt über 3000 Patienten untersucht. Darin erzielte der Wirkstoff eine signifikante Reduktion der Migräne­tage (häufig um mehr als die Hälfte) bei Plazebo-ähnlichem Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil. So verringerte sich in der Extension einer Phase-2-Studie bei ­Patienten mit chronischer ­Migräne (monatlich ≥15 Kopfschmerztage, davon ≥8 Migränetage) über die Dauer von einem Jahr unter Erenumab 140 bzw. 70 mg die durchschnittliche Zahl der Migränetage von 18,1 bei Baseline um 10,5 bzw. 8,5 Tage. Das gute Wirk- und SIcherheitsprofil führte in den Studien zu einer sehr geringen Abbruchrate von ­lediglich 2% (im Vergleich zu 80% unter herkömmlichen Prophylaktika). Die Markteinführung von Erenumab (Aimovig®) ist in Deutschland im November 2018 geplant.

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Datum:
10.08.2018