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Adipositas verschlechtert das renale Outcome

Postinfarkt-Patienten

Nephrologie

Die Adipositas ist ein entscheidender Risikofaktor für Hypertonie und Diabetes und somit auch für die terminale Niereninsuffizienz. Dies gilt auch für ältere stabile Postinfarkt-Patienten, wie nun eine aktuelle Studie zeigte.

Ausgewertet wurden die Daten von 2410 Postinfarkt-Patienten im Alter von 60 bis 80 Jahren. Davon waren 18% Diabetiker und 23% adipös. Sie alle erhielten eine optimale medikamentöse Sekundärprävention. Als Adipositas galt ein BMI ≥30 kg/m2 und ein Hüftumfang von ≥102 cm bei Männern und ≥88 cm bei Frauen. Verlaufsparameter war die Abnahme der eGFR, geschätzt auf der Basis von Cystatin C über 41 Monate. Der Ausgangswert betrug 81,5 ml/min/1,73 m2.

Die durchschnittliche jährliche Abnahme der eGFR betrug insgesamt bei Männern -1,54 und bei Frauen -0,92 ml/min/1,73 m2. Adipöse zeigten eine stärkere Abnahme der eGFR und zwar zusätzlich von jährlich -0,35 ml/min bei Männern und von -0,20 ml/min bei Frauen pro Gewichtsunterschied von 5 kg/m2.

Die Autoren schlussfolgern, dass auch bei älteren stabilen Postinfarkt-Patienten mit optimaler medikamentöser Sekundärprävention die Adipositas ein wesentlicher Risikofaktor für die Nierenfunktion bleibt. PS

Esmeijer K et al.: Body-fat indicators and kidney function decline in older post-myocardial patients: the Alpha Omega Cohort Study. Eur J Prev Cardiol 2018; 25(1): 90-9

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Datum:
27.06.2018