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Rekombinantes Parathormon rhPTH(1-84)

Therapieoptionen

Endokrinologie

Die Standard-Therapie des chronischen Hypoparathyreoidismus besteht in der Gabe von oralen Calciumpräparaten, der Reduktion des Phosphats und der Hypercalcurie, sowie in der Gabe von aktiven Vitamin-D-Metaboliten. Bei einer gewissen Anzahl an Patienten lässt sich die Erkrankung aber mit dieser Therapie nicht ausreichend kontrollieren. Für sie steht seit 2017 mit dem rekombinanten Parathormon rhPTH(1-84) Natpar® eine wertvolle Zusatztherapie zur Verfügung. Die aktuelle Leitlinie zum Management des Hypoparathyreoidismus nennt Indikationen, bei denen man die Therapie mit PTH insbesondere in Erwägung ziehen sollte: Inadäquate Kontrolle des Serumcalciums (z. B. bei anderen, passageren Erkrankungen, Compliance-Problemen, Absorptionseinschränkungen; die notwendigen Dosen von oralem Calcium/Vitamin D übersteigen 2,5 g bzw. 1,5 μg oder 3,0 μg 1-a-Vitamin-D-Analogon; Hypercalcurie, Nierensteine, Nephrocalcinose, Steinrisiko oder reduzierte eGFR (<60 ml/ min); Hyperphosphatämie und/ oder Calcium-Phosphat-Produkt >55 mg2/dl2 (4,4 mmol2/l2); gastrointestinale Erkrankungen mit Malabsorption; reduzierte Lebensqualität.

Bereitgestellt von:
Datum:
27.06.2018