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D-Mannose bei rezidivierender Zystitis

Therapie-Optionen

Praxis-Depesche

Die aktuelle überarbeitete S3-Leitlinie zur Therapie und Prophylaxe rezidivierender Harwegsinfektionen rät vom ungezielten Einsatz von Antibiotika ab und empfiehlt stattdessen D-Mannose (z. B. Femannose®). Der natürliche Wirkstoff ermöglicht eine effektive und sichere Behandlung von Harnwegsinfekten, indem sich die Fimbrien von Escherichia coli – dem Haupterreger von Harnwegsinfekten – an den Einfachzucker statt an das Harnwegsepithel binden. Die an die D-Mannose gebundenen Keime werden dann einfach mit dem Harn ausgeschieden. Wie gut dies funktioniert, bestätigen erneut die Ergebnisse einer aktuellen Studie, die 60 Frauen mit akuter Harnwegsinfektion im Vorjahr einschloss. Die Hälfte der Patientinnen erhielt eine fünftägige antibiotische Akuttherapie, gefolgt von einer 23-wöchigen Langzeittherapie mit Trimethoprim/ Sulfamethoxazol (160 mg/800 mg 2x tgl., danach 1x pro Woche). Die anderen Teilnehmerinnen nahmen in den ersten beiden Wochen 1 g D-Mannose 3x tgl. ein, danach 22 Wochen lang 2x tgl. Nach 23 Wochen wechselten die Patientinnen zu jeweils anderen Schemata. Die Follow-up-Dauer betrug zwölf Monate. Der Zeitraum bis zum Wiederauftreten von Harnwegsinfekten unter D-Mannose war signifikant länger als unter der Antibiotika-Therapie (200 vs. 57,2 Tage). Blasenschmerz, Harndrang und die mittlere Zahl der Miktionen über 24 Stunden sanken unter D-Mannose ebenfalls signifikant. Eine ähnliche Studie verglich die Prophylaxewirkung von D-Mannose mit dem Antibiotikum Nitrofurantoin oder gar keiner Medikation. Dabei erwies sich D-Mannose (Femannose®) als ebenso wirksam und besser verträglich als Nitrofurantoin.

Bereitgestellt von:
Datum:
03.05.2018