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Optimierte Differenzialtherapie

Neues zu WHO-3-Opioiden

Schmerz

Im Rahmen des diesjährigen Deutschen Schmerz- und Palliativtag der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) diskutierten Experten die Möglichkeiten und Grenzen der Schmerztherapie mit WHO-3-Opioiden. Im Mittelpunkt standen dabei aktuelle Real- World-Daten des DGS-PraxisRegister Schmerz.

„Gemäß den aktuellen Leitlinien gibt es bei der Wahl eines opioidhaltigen Analgetikums einiges zu beachten“, erinnerte Dr. Michael Überall, Nürnberg. Eine etwas handfestere Hilfe bei der Differenzialtherapie geben nach Überall Daten aus dem klinischen Alltag. Der Experte stellte in diesem Zusammenhang eine aktuelle Auswertung des Praxis Register Schmerz vor. Darin wurden bis zum Analysezeitpunkt im Februar 2018 pro Quartal Daten von knapp 190 000 Behandlungsfällen in Deutschland erfasst.

Im Schnitt erfolgten 24 379 Behandlungen mit WHO-3-Opioiden wie Hydromorphon, Morphin, Oxycodon, Fentanyloder Buprenorphin. Bei über 50% der mit diesen Opioiden behandelten Patienten kam es zu einem Therapieabbruch. Am geringsten war die Abbruchrate mit Hydromorphon (33,9%), das neben Buprenorphin die höchste schmerzlindernde Wirkung erzielte (Schmerzreduktion um ca. 60 bis 70%). Auch die Ansprechraten nach 50 (78,4%) bzw. 60 Wochen (58,1%) fielen unter Hydromorphon am höchsten aus. Hinsichtlich schmerzbedingter Alltagseinschränkungen und der Lebenqualität hatte Hydromorphon ebenso die größte Wirkung. OH

Symposium: „Schmerzmedizin 2020plus – Digitalen Fortschritt nutzen, analoge Individualität bewahren“, Frankfurt am Main, 9.3.2018, Veranstalter: Aristo Pharma Hydromorphon: Hydromorphon Aristo® (D), Hydromorphon Aristo long® (D)

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Datum:
03.05.2018