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Koffein als zuverlässiger früher Biomarker

Morbus Parkinson

Neurologie

Biomarker, die eine Krankheit und deren Verlauf charakterisieren, werden für schwierig diagnostizierbare Erkrankungen wie das Parkinson-Syndrom dringend benötigt. Können die Serumspiegel von Koffein bzw. seinen Metaboliten als Biomarker zur Frühdiagnose des Morbus Parkinson herangezogen werden?

Forscher der Juntendo Universität in Tokio bestimmten mittels Flüssigkeitschromatographie mit Massenspektrometrie-Koppelung die Serumspiegel von Koffein und seinen Metaboliten bei 139 Personen (31 gesunde und 108 Parkinson-Patienten). Sie alle tranken zwischen 0 und fünf Tassen Kaffee pro Tag.

Die Parkinson-Patienten wiesen signifikant niedrigere Serumspiegel sowohl von Koffein als auch von neun der elf Metaboliten, vor allem der Hauptmetaboliten Theophyllin, Theobromin und Paraxanthin-Coffein, auf als die gesunden Kontrollpersonen. Dies betraf vor allem Patienten in einem frühen Krankheitsstadium. Interessanterweise wiesen Patienten mit motorischen Symptomen signifikant niedrigere Serumspiegel auf als solche ohne motorische Symptome. Die Serumspiegel zwischen Männern und Frauen unterschieden sich nicht. Konsumierte Koffeinmenge und Krankheitsschwere spielten für die Ergebnisse keine Rolle. Die Studienergebnisse belegen die Eignung der Serumspiegel von Koffein und seinen Metaboliten als verlässliche Biomarker vor allem zur frühen Diagnose des Parkinson-Syndroms. Außerdem, so die Autoren, zeigte sich erneut der bereits vielfach beschriebene neuroprotektive Effekt von Koffein. GS

Fujimaki MJ et al.: Serum caffeine and metabolites are ... Neurology 2018; 90: e404-e411

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Datum:
22.03.2018