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Studien / Branchendaten


Umfrage: „E-Health-Gesetz: Steigen Sie jetzt in die digitale Medizin ein?“

Auf Initiative von Springer Medizin und Deutsche Bank wurden in einem Befragungszeitraum von Ende April bis Mitte Mai 2016 400 Ärzte zum E-Health-Gesetz befragt.

Folgende Ergebnisse kamen dabei heraus:

  •  Eine Mehrheit der befragten Ärzte sieht ihre Erwartungen an das E-Health-Gesetz "eher nicht" oder "überhaupt nicht" erfüllt. Man hätte sich weitergehende Maßnahmen erhofft.
  • Ärzte messen Neuerungen durch das E-Health-Gesetz überwiegend hohe Relevanz für den Praxisalltag bei. Das gilt besonders für den Medikationsplan, den Arzneimitteltherapiesicherheitscheck sowie für den geplanten Notfalldatensatz auf der elektronischen Gesundheitskarte (eGK). Jeweils 75 Prozent der Umfrageteilnehmer halten diese für "wichtig", "sehr wichtig" oder "äußerst wichtig". Weniger Priorität werden der elektronischen Fallakte/Patientenakte (58 Prozent sehen sie als "wichtig" bis "äußerst wichtig" an), dem elektronischen Arztbrief mit E-Signatur (48 Prozent) und telemedizinischen Leistungen (41 Prozent) beigemessen.
  • Gut 28 Prozent der Ärzte nutzen laut Umfrage bereits technische Möglichkeiten der elektronischen Vernetzung mit anderen Praxen oder Kliniken, 64 Prozent tun das noch nicht.
  • 30 Prozent wollen investieren, um den Medikationsplan und einen Arzneimitteltherapiesicherheitscheck nutzen zu können, 25 Prozent in den Notfalldatensatz auf der eGK sowie in die E-Fallakte/-Patientenakte, und 19 Prozent in den E-Arztbrief mit qualifizierter Signatur. Nur zwölf Prozent wollen für den bei Ärzten ungeliebten Online-Stammdatenabgleich investieren, und sieben Prozent haben die Videosprechstunde als erfolgversprechendes e als erfolgversprechendes Investitionsfeld erkannt.
  • Gleichzeitig wisse jedoch jeder dritte Umfrageteilnehmer noch nicht, ob er in E-Health-Techniken investieren wolle, jeder fünfte Teilnehmer wage keine Einschätzung wie die digitale Vernetzung auf den Trend zur Kooperation Einfluss nehmen könne.

Konkrete Zahlen und Fragen der Umfrage können Sie hier aufrufen.

Quelle: Ärzte Zeitung

 

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Datum:
16.06.2016