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Anwenderberichte


Innovationsreport 2009: Regionale Versorgungsstrukturen

Neben steigenden Behandlungskosten, sinkenden Erlösen und hohen stationären Liegezeiten wird sich auch die aktuelle Wirtschaftskrise ab 2010 auf die Entwicklung des Krankenhausmarktes negativ auswirken. Bei konservativer Einschätzung müssten in Deutschland bis 2020 etwa 15 Prozent der Krankenhäuser schließen.

Auch in anderen europäischen Ländern steht es nicht viel besser. Daher müssen geeignete Maßnahmen zur Senkung der Behandlungskosten jetzt getroffen werden. Die Rolle des transsektoralen Datenaustauschs über kollaborative Strukturen und fortschrittliche IT-Technologien wird für die kostengünstige Erbringung von Gesundheitsdienstleistungen an Wichtigkeit zunehmen. Lokale und regionale Gesundheitsnetze mit einheitlichen Telematik-Plattformen, wie sie in ganz Europa derzeit entstehen, werden weiter an Bedeutung gewinnen.

Von der Theorie zur Praxis ist es immer ein langer Weg. So schwirrten die elektronische Gesundheitskarte (eGK), die elektronische Fallakte (eFA) oder die elektronische Patientenakte (ePA) zunächst nur als Begriffe durch die Öffentlichkeit. Ein elektronischer Datenaustausch zwischen Krankenhaus, Arztpraxis, Ärztenetzen und Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) schien vor wenigen Jahren noch eine Utopie zu sein. Doch inzwischen sind all diese neuen Möglichkeiten technologisch so weit entwickelt, dass sie in der täglichen Arbeitsroutine in allen Bereichen des Gesundheitswesens angekommen sind. Dazu beigetragen haben konkrete Anforderungen an die IT von den Leistungserbringern - entstanden aufgrund neuer, vom Gesetzgeber erlassenen, Möglichkeiten sowie neuer Vorgaben durch die Standesorganisationen und Berufsverbände. Die Anforderungen an die Informationstechnologie sind dabei hoch: Mit Hilfe der IT soll wirtschaftlicher gearbeitet werden können - bei gleichzeitigem Bestehenbleiben einer hohen Versorgungsqualität.

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Datum:
27.11.2009