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Ranolazin bei stabiler Angina pectoris mit begleitendem Diabetes

Kardiologie

Koronare Herzkrankheit (KHK) und Typ-2-Diabetes treten häufig gemeinsam auf und bis zu 45% der Patienten mit KHK und Typ-2-Diabetes leiden unter stabiler Angina pectoris. Die Betroffenen benötigen dauerhaft eine antianginöse Medikation, welche die Angina-pectoris-Beschwerden effektiv reduzieren kann, gleichzeitig aber die glykometabolischen Parameter nicht negativ beeinflusst. Entsprechende Studiendaten gibt es jedoch weder für Betablocker noch für Kalziumantagonisten, Nitrate oder Ivabradin, wohl aber für Ranolazin (Ranexa®). Das Antianginosum kann gemäß Leitlinie zusätzlich verordnet werden, wenn die antianginöse Wirkung von Betablockern oder Kalziumantagonisten nicht ausreicht. Abhängig von vorliegender Komorbidität oder Unverträglichkeiten kann Ranolazin aber auch in Erstlinie gegeben werden.

In klinischen Studien bei Patienten mit stabiler Angina pectoris und Begleiterkrankung Diabetes mellitus konnten mittels Ranolazin die durchschnittliche Anzahl wöchentlicher Angina-pectoris-Attacken von 6,6 auf 3,8 reduziert werden. Auch die Einnahme kurzwirksamer Nitrate nahm unter Ranolazin ab. Dabei profitierten Patienten mit einem höheren HbA1c von einem besonders stark ausgeprägten Effekt. Weitere Studiendaten belegen, dass unter Ranolazin (Ranexa®).keine vermehrten Hypoglykämien bei diabetischen Angina-pectoris-Patienten im Vergleich zu Plazebo auftreten. Zudem zeigte eine Sicherheitsanalyse keine Unterschiede zwischen Patienten mit stabiler Angina pectoris mit bzw. ohne Typ-2-Diabetes in Bezug auf unerwünschte Nebenwirkungen.

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Datum:
05.06.2018