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Das kardiovaskuläre Risiko im Blick haben

Typ-2-Diabetes

Stoffwechsel

Fast jeder zweite Diabetespatient leidet zugleich an einer makrovaskulären Komorbidität. Für diese Personen ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit der medizinischen Fachgruppen besonders wichtig, um das kardiovaskuläre Risiko zu reduzieren. Der SGTL2-Hemmer Empagliflozin kann dabei einen wichtigen Beitrag leisten.

„Die Verhinderung mikro- und makrovaskulärer Folgeerkrankungen ist ein wichtiges Ziel der Diabetestherapie, es geht keineswegs nur um ‚Blutzuckerkosmetik‘“, betonte Prof. Matthias Blüher, Leipzig, auf einer Veranstaltung von Boehringer Ingelheim und Lilly im Rahmen des diesjährigen Kongresses der Deutschen Diabetesgesellschaft (DDG). Dass es möglich ist, mithilfe einer multifaktoriellen Therapie die vaskulären Folgeerkrankungen bei Diabetespatienten zu reduzieren, belegte Blüher anhand Daten der STENO2-Studie.

Auch die Behandlung der Hyperglykämie per se kann dazu ihren Beitrag leisten; längst haben Endpunktstudien für mehrere Antidiabetika einen kardiovaskulären Nutzen gezeigt. So verwies Blüher auf die LEADER-Studie, in die 9340 Patienten mit Typ-2-Diabetes und hohem kardiovaskulärem Risiko eingeschlossen waren. Der primäre Endpunkt – zusammengesetzt aus kardiovaskulärem Tod, nicht-tödlichem Herzinfarkt und Schlaganfall – wurde unter Zusatztherapie mit Liraglutid über im Median 3,8 Jahre um 13% reduziert.

Der SGLT2-Inhibitor Empagliflozin hat sich ebenfalls in einer kardiovaskulären Endpunktstudie bewährt: In die doppelblinde, randomisierte EMPA-REG OUTCOME-Studie waren 7020 Patienten mit Typ-2-Diabetes und etablierter kardiovaskulärer Erkrankung eingeschlossen; sie waren bereits intensiv vorbehandelt. Zusätzlich zu ihrer antidiabetischen und kardiovaskulären Standardtherapie bekamen sie Empagliflozin 25 mg vs. 10 mg vs. Placebo. Der primäre Endpunkt – analog dem obigen – trat innerhalb von im Median 3,1 Jahren unter Empagliflozin 25 mg um 14% seltener auf als unter Plazebo. Der kardiovaskuläre Tod konnte um 38% reduziert werden; die Gesamtmortalität um 32%.Darüberhinaus wurden in der Studie deutliche positive Effekte hinsichtlich Herzinsuffizienz und bezüglich der Nierenfunktion beobachtet. SR

Satelliten-Symposium:

„Typ-2-Diabetiker mit assoziierter Gefäßerkrankung im klinischen Alltag: Was kommt nach Metformin?“, im Rahmen des DDG-Kongress 2018, Berlin, 9.5.2018; Veranstalter: Boehringer Ingelheim/Lilly
Empagliflozin: Jardiance®

Bereitgestellt von:
Datum:
16.05.2018