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Bitkom veröffentlicht Stellungnahme zu Interoperabilität im Gesundheitswesen

Der Digitalverband Bitkom hat die Stellungnahme "Interoperabilität für die Digitalisierung im Gesundheitswesen" veröffentlicht. Darin hebt der Branchenverband die besondere Bedeutung der Interoperabilität für die sektorübergreifende Vernetzung im Gesundheitsbereich hervor und äußert sich kritisch zur aktuellen Situation: "Bitkom hält die bisherigen Anstrengungen und Verfahren zur Herstellung der Interoperabilität, auch im Zusammenhang mit dem Interoperabilitätsverzeichnis, für nicht ausreichend und für nicht zielführend. Einzelne Sektoren und deren Vertreter mit der Definition einzelner Schnittstellen oder Standards zu beauftragen, hält der Bitkom für nicht zielführend. Dies birgt das Risiko neuer Brüche zwischen den Sektoren", heißt es in der Veröffentlichung.

In dem Papier wird daher gefordert, eine Lösung für bundeseinheitliche Standards zu finden, die zeitnah und unter Beteiligung der maßgeblichen Stakeholder im Gesundheitswesen auf Basis offener, internationaler Standards und Profile erarbeitet werden und sich ausschließlich an medizinischen und technischen Notwendigkeiten orientieren soll. Dies sei auch eine wesentliche Voraussetzung für die Einführung elektronischer Patientenakten.

"Deutschland hinkt schon heute hinter den europäischen und internationalen Entwicklungen hinterher. Ein weiterer nationaler Alleingang würde Deutschland weiter hinter internationale Entwicklungen zurückwerfen. Der Bitkom wirbt daher bei allen Beteiligten um Unterstützung für diesen Weg, der allein eine zügige und nachhaltige Einigung aller Beteiligten gewährleistet", heißt es abschließend in der Bitkom-Stellungnahme.

https://www.bitkom.org/noindex/Publikationen/2018/Positionspapiere/Interoperabilitaet-fuer-die-Digitalisierung-im-Gesundheitswesen-v02.pdf
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Datum:
07.02.2018