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Deutlich reduziertes Blutungsrisiko unter Apixaban

Orale Antikoagulation bei Beinvenenthrombose und Lungenembolie

Kardiologie

Direkte orale Antikoagulanzien (DOAK) sind bei der Therapie venöser Thromboembolien (VTE) genauso effektiv wie die herkömmlich eingesetzten Vitamin-K-Antagonisten (VKA). Das Blutungsrisiko ist zum Teil aber erheblich geringer.

Die orale Antikoagulation über drei bis sechs Monate ist bei tiefer Beinvenenthrombose und Lungenembolie die Therapie der Wahl. Aufgrund der leichteren Handhabbarkeit und besseren Verträglichkeit setzen sich auch in dieser Indikation zunehmend DOAK durch, berichtete Prof. Edelgard Lindhoff-Last, Frankfurt am Main, auf einem Symposium von BMS und Pfizer im Rahmen des diesjährigen Kongress der International Society of Thrombosis and Hemostasis (ISTH).

Für den direkten oralen Faktor-Xa-Inhibitor Apixaban wurde in der AMPLIFY-Studie gezeigt, dass die Therapie (10 mg 2x tgl. für sieben Tage, danach 5 mg 2x tgl. für sechs Monate) genauso wirksam ist wie die herkömmliche Standardtherapie mit Enoxaparin und Warfarin. Hinsichtlich des Blutungsrisikos schnitt der direkte Faktor-Xa-Inhibitor dabei deutlich besser ab – das Risiko für schwere Blutungen wurde relativ um 69% reduziert. Als weiteren Vorteil wertete die Referentin, dass unter Apixaban keine Therapieumstellung notwendig ist.

In den aktuellen amerikanischen Leitlinien zu VTE wird bereits empfohlen, DOAK gegenüber VKA bevorzugt einzusetzen. Auch für Lindhoff-Last gibt es nur noch wenige klinische Situationen bei Patienten mit VTE, bei welchen DOAK nicht erste Wahl sind. Dazu gehören z.B. die hämodynamisch instabile akute Lungenembolie, Dialyse-Patienten, schwere Leberinsuffizienz, signifikantes Blutungsrisiko sowie Schwangerschaft und Stillzeit. WS

Symposium:

“Venous Thromboembolism  - Improving Patient Care With non VKA Oral Anticoagulants”, im Rahmen des ISTH-Kongress 2017, Berlin, 11.7.2017, Veranstalter: BMS und Pfizer

Apixaban: Eliquis®

Bereitgestellt von:
Datum:
27.07.2017